Das ist der Anfang einer Strickarbeit, die ich schon eine Weile vor mir her schiebe. Meine Schwiegermutter wird im Mai 75 Jahre alt und wünscht sich eine selbstgestrickte braune Weste. Das ist gar nicht so einfach, ich finde es recht schwierig, für jemand anderen etwas zu stricken. Die Größe ist schwer einzuschätzen und einfach mal probieren ist ja auch nicht. Also habe ich einfach eine Weste in ihrer Größe gekauft und stricke diese nun ab. Ich hoffe, es klappt alles so, wie ich mir das vorgestellt habe. Verstrickt sind bisher 200 Gramm Mega Stoppino von Lana Grossa, die Wolle hatte ich noch im Stash. Noch ein paar Reihen und dann beginnt auch schon der Armausschnitt. Jedenfalls geht es mit der dicken Wolle gut voran.
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Der Stockport ist ja schon lange fertig, aber bislang waren die Ärmel und die Passe nicht ein-/ bzw. angenäht. Das macht normalerweise meine Mutter, doch diese hatte sich beim Heckenschneiden so in den fürs Nähen relavanten Finger geschnitten, dass ich ein paar Wochen warten musste. Aber jetzt ist er fertig. Lediglich ein Faden hängt noch. Der wurde – um das Umkrempeln der Passe zu verhindern – am Halsausschnitt eingezogen und muss nach der ersten Wäsche noch gekürzt und befestigt werden. Und sonst warte ich dann mal auf kaltes Wetter, denn anziehen möchte ich den Pulli ja auch mal.

Ich vermelde:
- Kürbissocken: gestrickt bis zum Garnende, warten auf Wollenachschub
- Stockport: fertig gestrickt und geheftet
- Blätterjacke: Korpus fertig, ein Ärmel gestrickt bis unterhalb der Armkugel

An diesen Socken faszinieren mich die Farben, besonders das leuchtende, sonnige Gelb ist toll. Der Schaft ist noch ein bisschen kurz, ich hoffe auf Wollenachschub.

Beim Stockport habe ich Blut und Wasser geschwitzt. Das Problem waren die Ärmel. Bislang hatte ich noch nie eine Armkugel gestrickt. Da ich für den Stockport Wolle mit anderer Lauflänge verwendet habe, konnte mir die Anleitung in diesem Fall überhaupt nicht helfen. Ich erinnerte mich aber – zum Glück – an die Anleitung von Tina “von der Kunst, einen passenden Pullover zu stricken”. Diese Anleitung hatte ich im Urlaub nicht dabei, konnte mich aber an die Ärmelgestaltung erinnern: 1/3 jede zweite Reihe zwei Maschen zusammenstricken, 1/3 jede Reihe zwei Maschen zusammenstricken und 1/3 der Maschen bleibt übrig. Das habe ich versucht, vorher noch an jeder Seite des Ärmels 4 Maschen abgenommen – und: es wurden tatsächlich Ärmel die ich bereits provisorisch eingeheftet hatte. Klasse ! Was mir beim Stockport aber noch Kopfzerbrechen bereitet, ist die Passe. Der obere Rand, der aus 3 kraus rechts gestrickten Maschen besteht, krempelt sich immer nach innen. Ich weiß noch nicht, wie ich das löse, deshalb ist alles noch nicht richtig festgenäht, sondern nur geheftet.

Die Blätterjacke hat auch ihre Form bekommen, die Schulternähte habe ich geschlossen bzw. zusammengestrickt. Die Ärmel sind begonnen, allerdings habe ich hier für die beabsichtigte Armkugel zu wenig Reihen für die Anzahl der abzunehmenden Maschen. Ich habe mit Hin- und Rückreihen 52 Reihen zu stricken, das ist die Reihenhöhe des Armloches, muss aber auf jeder Seite, nachdem ich schon je 5 Maschen gleich abnehme, noch 17 Maschen abnehmen. Wie stricke ich die Armkugel ? Die 1/3, 1/3 und 1/3-Methode geht nicht, beim Rechnen komme ich darauf, dass ich in manchen Reihen gleich 2 Maschen abnehmen müsste. Da muss ich nochmal drüber nachdenken.
So, der Rohling des “Stockport” ist fertig. Allerdings ist es mir ein Rätsel, wie hier noch die Passe – der eigentliche Hingucker – dran passen soll. Die Passe wäre nach Originalgarn 16 Maschen breit, bei meinem Garn gar 18. Das wäre etwa so breit, wie die sich verkreuzenden Zöpfe auf dem Vorder- und Rückteil.
Nun habe ich also ein Problem:
- Stricke ich die Passe trotzdem und gehe ich davon aus, dass sich die Träger weit genug über die Schultern legen, dass es doch irgendwie passt ?
- Werden dadurch aber nicht die Armlöcher kleiner, da diese sich ja seitlich hochziehen würden ?
- Stricke ich einfach nur Ärmel und wähle eine andere Ausschnittlösung ? Wenn ja, Welche ?
- Oder gar keine Ärmel ?
Gmpf !
Vorschläge sind willkommen !

Richtig Kopfzerbrechen hat mir die deutsche Anleitung des Rowan-Heftes bereitet. Die Mustercharts waren anfangs unverständlich und unüblich, dann habe ich das kapiert. Die verbale Anleitung zu den Ärmelausschnitten und den vorderen und hinteren Ausschnitt war auch recht verwirrend, da wurde von Reihen, Runden, was auch immer gesprochen, plötzlich von Zentimetern. Wenn man das alles umrechnen muss, ist es nicht gerade einfach. Hier würde ich mir mehr Transparenz wünschen, oder aber einen Schnitt, aus dem man sämtliche Maße entnehmen kann.
Der “Stockport” aus dem neuen Rowan-Magazin ist schon ordentlich gewachsen. Das Körperteil ist bald fertig, da fehlt nur noch das eigentliche Muster, das Verkreuzen der Zöpfe miteinander. Dann fehlen natürlich noch die Passe und die Ärmel. Allerdings ist die Anleitung recht kryptisch und die Reihenzahl bzw. die Maße sind nicht richtig beschrieben. Ich muss erstmal schauen, ob das Körperteil zu lang oder zu kurz oder gerade richtig wird. Auf jeden Fall macht das Stricken richtig Spaß.

Die Wolle ist im Original dunkelgrau.
aber wie – verdammt – gestalte ich jetzt das Rückenteil oben. Ich hab gerade gar keine Idee – Strickblockade – gmpf !!

Pullunder mit Zopfrand
Zopfrand am Ausschnitt vorn – gut und schön. Und hinten ? Was mache ich mit dem Mittelzopf ? Nur einen Häkelrand, einen ganz kleinen ? Oder die Vorderzöpfe weiterstricken und hinten irgendwie annähen (mit Betonung auf irgendwie und annähen !) Ach menno !
Hat jemand eine Idee ? Das wäre wirklich toll.
zeigt wenigstens am 1. Advent etwas Farbe:
Vorder- und Rückenteil mit Doppelzopf. Die Wolle ist von Online, Linie 144 vom Leipziger Flohmarkt. Gestrickt mit Nadel Nr. 4. Die Wolle hat 250 m auf 100 gr, eine schöne Stärke, wie ich finde. Die Anleitung ist von Junghans, etwas abgewandelt natürlich und der Wolle angepasst.
Die Farbe ist hier ganz gut getroffen, obwohl das grün eigentlich noch kräftiger und das beige weniger auffällig ist.
Ich freue mich, wenn er bald fertig wird.
Euch allen einen schönen ersten Advent !
Schlechtes Wetter und dicker Knöchel im Urlaub hatten den Vorteil, dass ich viel stricken konnte. So sind meine angefangenen Oberteile fertig geworden:
Das Zick-Zack-Top ist fertig, naja ein paar Fäden müssen noch weg. Aber ich bin zufrieden, es passt wirklich gut. Allerdings hätte ich gern eine Kante um die Armausschnitte gestrickt, das war aber bei dem Entwurf von Frau Isager nicht vorgesehen (Knötchenrand), macht aber nichts.
Die Wikingerweste wartet noch auf den Reißverschluss. Mit der Passform der Armausschnitt bin ich noch nicht zufrieden. Vielleicht muss ich da einfach ein paar Maschen nach innen nähen. Erstmal werde ich das Teil waschen und dann bei meiner Mutter Rat einholen, denn auf ribbeln habe ich keine Lust. Das Stricken des Musters hat viel Spaß gemacht, es ist einfach und nach wenigen Wiederholungen konnte ich es auswendig.
Ich stricke auch schon etwas Neues, diesmal keine Socken, obwohl Socken auf jeden Fall geplant sind.
Ich habe eine Weste angefangen, mit Muster aus dem Wikingerbuch und der Wolle von Christiane.
Das Stricken geht schnell voran, ich habe Nadelstärke 5 gewählt. Die Verzopfungen kann selbst ich mir einfach merken, tolle Wolle, tolle Farbe (von Christiane gefärbte Naturschafwolle) und ein tolles Muster, der Rücken ist glatt rechts.
Nun muss das Teil nur noch fertig werden und passen. Und den Verschluss muss ich noch wählen, ich schwanke zwischen Reißverschluss und Trachtenverschluss, mal sehen, wofür ich mich entscheide.
Nach Anfangsschwierigkeiten mit dem Zick-Zack-Top habe ich mich nun mit dem Modell versöhnt. Man muss erst die richtige Maschenanzahl rausfinden, und da hilft nur – probieren und zählen. Die Vorgaben im Buch von Frau Isager kann ich nicht nachvollziehen. Bei mir wurden die ersten Versuche viel zu breit, trotz dünnerer Wolle und dünneren Nadeln. Doch vorbei, jetzt folgt noch eine Phase “mindless knitting” und dann das leidige Fadenreste beseitigen und Ränder stricken. Doch ich bin da zuversichtlich und schließlich kann man das gute Teil dann auch noch im Herbst anziehen, mit einer Bluse drunter.













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