Stricken allgemein

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Die Bilanz des Sockenjahres 2016 ergab, dass ich rund 100 Sockenpaare gestrickt habe. Mir ist dabei vernünftige Wolle und ordentliches Handwerkszeug wichtig. Wenn man am falschen Ende spart, macht man die Arbeit doppelt. Ich schrieb ja schon desöfteren, dass ich nur Markensockenwolle verstricke, ich habe und trage noch einige Socken von 2006/2007, bislang sind mir kaum Socken kaputt gegangen.

Da ich diese riesige Sockenanzahl ja nicht nur für mich stricke, sondern sehr oft Socken verschenke oder das eine oder andere Auftragspaar stricke habe ich mir nur Sockenbretter in allen Größen gekauft. Zum einen kann ich damit gut erkennen, ob ich mir nicht so geläufige Größen auch wirklich getroffen habe, zum anderen sind die super zum Fotografieren der fertigen Socken:

 

 

Im Moment bin ich dabei, viele Socken für die Lieben zu stricken. Ich verwende teils neu gekaufte Wolle, teils Knäuel aus dem Stash. Ich verstricke ausschließlich Markensockenwolle von Austermann, Opal, Regia usw.

Ich habe das Gefühl, der Rapport der Muster wird immer länger. Während ich früher aus einem 100-Gramm-Knäuel problemlos zwei gleiche Socken in Größe 42/43 stricken konnte, ist jetzt bei Größe 39 Schluss, ein paar Maschen über Größe 39 und der Rapport wird überschritten, die zweite Socke wird nicht mehr gleich.

Wer denkt sich denn sowas aus ? Und überhaupt, warum kann man nicht alle Knäuel mit dem gleichen Rapport-Anfang bedrucken ? Die Lauflänge des Garns ist doch immer gleich, 420 m unter Herstellungsbedingungen, warum kann der Rapport da nicht immer gleich drauf gedruckt werden, also z.B. 10 x 42 m ? Oder zumindest eben mit gleichem Anfang.

Ich kaufe jetzt also immer 2 gleiche Knäuel eines Garns und schaue gleich, ob ich eines der Knäuel so abwickeln kann, dass ich bei beiden Knäueln den gleichfarbigen Anfang finde. Dann stricke ich von jedem Knäuel eine Socke und ggfls. noch ein zweites Paar in einer anderen Größe hinterher und der Rest werden Babysocken.

Finde ich keinen gleichfarbigen Anfang, dann stricke ich erst eine Socke und schaue, ob der Anfang der zweite Socke eher mit dem Anfang des anderen Knäuels übereinstimmen würde. Dann stricke ich auch hier 2 Paar Socken aber eben sozusagen überkreuzt,

Knäuel 1 – Socke 1 für Paar 1, dann Socke 1 für Paar 2
Knäuel 2: Socke 2 für Paar 2 und erst dann Socke 2 für Paar 1.

Und was mir noch auffiel, früher habe ich problemlos 3 Paar Socken aus zwei 100Gramm-Knäueln stricken können, und zwar Gr. 36, 37 und 38. Jetzt reicht das Garn generell nicht mehr für 3 Sockenpaare, das letzte Paar werden Kindersocken oder Babysocken. Aber 420 m sind doch 420 m, oder ?

 

 

 

Ein wenig scary sehen sie schon aus:

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Aber es sind nur „endfrisierte“ Models für die Friseurausbildung, die künftig meine Mützen präsentieren sollen. „Fassen Sie mal an“, sagte die Verkäuferin auf dem Flohmarkt, „fast wie Echthaar“. Ich ich fand schon ein wenig gruselig, aber jetzt mag ich die beiden und die alten Köpfe haben ausgedient.

Bisher verwendete ich Styropor- und Keramikköpfe, aber die waren doch recht klein im Vergleich und beim Styropor haben Nase oder Ohren schnell mal dauerhaft unschöne Eindruckstellen.

Außerdem kann Kai-Uwe mit Ketchup präpariert zum Erschrecken der Kinder an Halloween dienen ;o).

Ich wurde von der Firma ChiaoGoo gefragt, ob ich Lust habe, die Stricknadeln in meinem Blog vorzustellen. Naklar, denn das sind meine Lieblingsstricknadeln.

Gestern kam nun das Päckchen zum Testen mit

  • einer festen Nadel in der Stärke 2,0
  • Nadelspitzen in Stärke 2,75 und einem Seil
  • und Maschenmarkierern.

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Aber ich fange mal anders an, viel früher:

Zum Jahreswechsel 2011/2012 veröffentlichte Martina Behm eine Anleitung für ein ganz großes Tuch, den Nuvem. Und wie das bei ravelry so ist, manche Anleitungen muss man einfach stricken, lemmingmäßig. Also gesagt, getan. Ich habe Wolle bestellt, losgestrickt und recht bald stießen meine verwendete Stricknadeln an ihre Grenzen. Zum einen waren sie nicht lang genug, so dass ich viel zu viele Maschen auf einem viel zu kurzen Seil hatte, dann lösten sich andauernd die Schraubverbindungen zwischen Nadelspitzen und Seilen und die Nadeln waren aus Holz und ich habe sage und schreibe 2 Nadelspitzen zerbrochen. Auf eine habe ich mich gesetzt, die andere brach einfach durch, das Gestrick war mittlerweise schon recht schwer, vermutlich zu schwer. Durch ravelry waberte mittlerweile die ultimative Lösung für mein Problem – ChiaoGoo Stricknadeln. Es gab sie nicht nur in der gewünschten Länge von 1,50 m und Stärke 3,75 mm (also einer Zwischengröße), sondern sie waren auch aus Metall und viel stabiler als meine Holznadeln. Richtig begeistert war ich von dem roten, fest geflochtenen Metallseil und die Übergänge zwischen Nadelspitze und Seil sind sehr sorgfältig gearbeitet.

Mittlerweile stricke ich Nuvem Nr. 7 mit der seinerzeit gekauften Nuvemstricknadel. Ich stricke nur die ersten Zentimeter des Tuches auf zwei Stricknadeln und wechsle recht schnell auf eine einzige Nadel. Die nächsten Reihen nach der Magic-Loop-Methode, das funktioniert auch mit dem festen Seil der ChiaoGoos wunderbar

Und natürlich habe ich inzwischen schon ChiaoGoo-Nadeln nachgekauft. Im letzten Jahr habe ich mir ein Set geleistet, das Red-LaceSet und bin damit sehr glücklich. Ich stricke nur noch mit den Chiaogoo-Metallnadeln, die alten Holznadeln benutze ich gar nicht mehr.

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Wenn ich die Nadeln verwende, bin ich immer ganz angetan, von der Präzision der Schraubverbindungen. Die anschraubbaren Nadelspitzen gibt es schon ab einer Stärke von 2,75 mm. Die Red-Lace Nadeln haben zudem eine sehr spitze Nadelspitze. Ich finde das beim Stricken sehr angenehm und benutze die Nadeln nicht nur für Lace-Projekte, sondern auch für alle anderen Sachen. Im Moment habe ich neben dem Nuvem einen Pullover auf den ChiaoGoo-Nadeln.

 

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Ich glaube, mit den ChiaoGoos habe ich meine Stricknadeln gefunden.

 

 

 

  • möchte ich vor allem meine WIPs fertig machen, insbesondere die 3 Jacken und den Pulli, die den Strickkorb füllen,
  • möchte ich den Wanderling-Pullover stricken, und zwar aus Isager-Garn,
  • habe ich mir das Opal-Abo gegönnt. Opal ist für mich einfach eine der besten Sockenwollequalitäten, deshalb
  • möche ich auch wieder Socken für die Familie stricken,
  • möchte ich die Wollmeisenpatchdecke weiter bzw. fertig stricken.

Und ansonsten – mal schauen was wird und was kommt.

Insbesondere drücke ich uns die Daumen, dass der #vatmess und #vatmoss-Irrsinn ein glückliches Ende findet. Da fallen in Europa die Grenzen, die Währung wird Eins und ab 2015 soll jeder kleine Designer, der seine Anleitungen online über ravelry oder einen eigenen Vertrieb in Ausland verkauft und zwar ins europäische steuerlich korrekte Rechnungen mit jeweils geltender Mehrwertsteuer für die 28 EU-Mitgliedsstaaten erstellen (in denen 78 verschiedene Mehrwertsteuersätze gelten) und diese 10 Jahre lang aufbewahren und die Mehrwersteuer dann in das jeweilige Land korrekt abführen. Ja gehts es noch ?

Schade finde ich, dass als erste Reaktion eine Vielzahl von Designern die Shops schließt oder eben nicht mehr ins Ausland verkauft.

 

 

Meine Lieblingstricknadeln sind ja seit einiger Zeit die Metallnadeln von ChiaoGoo. Meine erste Nadeln, die Red-Lace hat 5 Nuvemtücher beanstandungsfrei überstanden. Das rote Seil besteht innen aus geflochtenem Metall, ist nicht zu starr und keinesfalls labberig, die Nadeln sind schön spitz, die Übergänge gut gearbeitet. Alles in allem stricken sich die Nadeln sehr angenehm und der Preis ist völlig in Ordnung. Nun gibt es von ChiaoGoo Sets- die Interchangeables – wie für mich gemacht:

Chiaogooset3 ChiaogooSet2

gekauft bei Country-Creativ. Ich mach ja sonst selten Werbung, aber der Service dort ist sensationell. Aber kauft mir nicht alles weg, ich will mein Set nämlich noch etwas auffüllen.

Ich habe mich übrigens für das „Small“-Set entschieden, das beinhaltet Nadeln von 2,75 – 5 mm, das sind meine bevorzugten Größen.

 

Letztens war der Hausherr auf dem großen Leipziger Flohmarkt und brachte mir neben der 5. Haspel auch ein paar andere nette Dinge mit:
Schachenmayr 43-1-klein

Schachenmayr 43-2klein

Diese kleinen Hefte sind echt goldig, zumindest das Kleidchen und den Mantel könnte man heutzutage 1:1 übernehmen, die Jacke kann ich mir mit einem anderen Schnitt bzw. ohne diese Puffärmel auch ganz gut vorstellen.

 

Und dann bekam ich noch zwei DDR-Strickmaschinenhefte, abgestimmt auf die Veritas Strickmaschinen und die indische Maschine DX 2000. Ich glaube, meine Mutter hatte so eine indische Strickmaschine, da muss ich direkt mal gucken, ob die noch vorhanden und in Ordnung ist.
Maschinenstrickzeitschrift 2

Maschinenstrickzeitschrift 1

Und – ich finde auch in diesen Heften ist vieles schön und tragbar.

Ganz oben auf meiner Tapetenrolle steht der Featherweight Cardigan von Hannah Fettig und zwar in dieser Variante.

Um die Farbauswahl bei Tageslicht treffen zu können, habe ich gerade meinen Wollmeisenstash hervorgeholt.

Das sind die Kandidaten.

Und das ist der Rest.

Und gerade ist auch der Entschluss gefallen, ein paar Stränge davon ziehen zu lassen, insbesondere die mehrfarbigen, die ich nur 1x habe und die für Socken infrage kämen. Denn Socken stricke ich ja derzeit nicht.

Alle Welt testet derzeit Double-face-knitting. Klar, dass ich da mitmache.

Das Prinzip habe ich schnell verstanden, was mir noch Kopfzerbrechen bereitet, ist, dass sich die Fäden unglaublich verdrehen.

Hat jemand eine Idee ?

Als nächstes möchte ich einen Topflappen in dieser Technik versuchen. Schließlich habe ich mir dieses Buch von Anja Belle aka Kalinumba bestellt, und da gibt es wirklich tolle und auch anspruchsvolle Projekte, die mir alle sehr gut gefallen.

Bislang gab es auf dem deutschen Markt ja nur dieses Topflappenbuch (und von der gleichen Autorin ein ebenso knapp gehaltenes Accessoire-Buch), das leider überhaupt nicht zu empfehlen ist. Der Technikteil, der eigentlich sehr wichtig wäre, kommt viel zu kurz, dafür gibt es viele bunte Bilder von verschiedenen Topflappen – aber mal ehrlich – wenn man die Technik erstmal verstanden hat, kann man ja jedes Bild zu einem Topflappen oder auch anderen Dingen verstricken.

Aber ich habe feststellen müssen, dass in dieser Hinsicht viele OZ-Heft mangelhaft sind, umso mehr freue ich mich auf ein „richtiges Fachbuch“.

Das Buch von Frau Belle soll im September erscheinen, also ist noch etwas Zeit zum Üben.

 

Das nächste Projekt soll eine rote Jacke werden, vorzugsweise „Sprossling“ von Anne Hanson (ravelry-link) oder aber „Walnuss“ von Fallmasche. Verstrickt werden soll Wollmeisengarn in der Farbe Herzblut. Davon habe ich 3 Knäuel oder 450 Gramm.

Das könnte knapp reichen; für die Jacke „Walnuss“ auf jeden Fall, aber mein Favorit ist „Sprossling“.

Zwar hätte ich noch andere Wollmeisenfarben, die nicht so knapp vorrätig sind. Von der Farbe „Neptun“ – ein Blauton – wäre noch ein Notfallknäuel in Bonn und ich selbst hätte genug Knäuel von der Farbe „Silberdistel“ – ein Grünton -; aber die Jacke soll rot werden.

Rot und Modell „Sprossling“.

Und was mache ich nun ? Einfach anfangen zu stricken und mich dann in den …… beißen, wenn die Wolle nicht reicht. Oder darauf hoffen, dass ich durch das Lochmuster weniger Wolle verbrauche, als bei einem glatt gestrickten Modell ? Wollmeisenfarben und noch dazu eine bestimmte, kann man ja nicht so einfach nachkaufen. Und selbst wenn, manchmal passen die Färbungen nicht zueinander.

Immer diese Entscheidungen.

Rot oder Blau oder Grün
Sprossling oder Walnuss
Kopf oder Bauch
Gier oder Vernunft.

Ich weiß nicht.

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