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… diesmal mit Sauerteig.

Den muss man natürlich erstmal ansetzen. Es gibt diverse Anleitungen, ich habe es nach dieser hier gemacht. Für den Ansatz braucht man 3 Tage lang 10 Gramm Mehl und 20 Gramm Wasser, für den 4. Tag nur noch 10 Gramm Mehl. Ich habe Roggenvollkornmehl verwendet. Am 5. Tag kommt der Ansatz in den Kühlschrank. Das Abwarten war schon recht schwierig, war ich doch neugierig, wie das erste Brot gelingt.

Aus diesem Buch habe ich mir ein Roggenmischbrot ausgesucht. Den Teig habe ich gestern angesetzt, das Kneten ist ganz schöne Schwerarbeit. Ich habe nur ein Handrührgerät, das war schon an der Leistungsgrenze. Was mir auffiel, war der Geruch des Sauerteiges, der erinnerte mich an Bäckereien aus Kindertagen. In den alten Backstuben roch es immer leicht säuerlich und es war warm.

Der Teig reifte die letzte Stunde in einem Gärkorb, damit sieht die Oberfläche ein wenig geriffelt aus, was mir sehr gut gefällt. Der Teig ist insgesamt viel fester als der Teig der Hefebrote, und ein wenig klebrig. Ich habe den Teig bemehlt und diesmal in einem schweren schwarzen Gusstopf gebacken.

Also nun:

Ich finde, es sieht richtig toll aus.

 

Brot backen

Das Brotbackbuch geistert durch das Internet. Klar musste ich das auch haben. Ich bekam es von Büro zum Geburtstag geschenkt.
Ich war neugierig, denn der Autor bäckt – für mich recht unorthodox – mit nur 0,5 Gramm Hefe ein richtiges Brot. Die Internetgemeinde bäckt das sogar meist im gusseisernen Topf.

Das war mein erstes Brot, ein Joghurtbrot, sehr lecker.

Es ist noch ein wenig hell, was zwei Ursachen hat:

Der von mir gekaufte gusseiserne Topf hat innen eine helle Emaillebeschichtung. Das war nicht so clever, aber ein neuer Topf ist schon bestellt. Und – mein Herd lügt bei der Temperaturanzeige ein wenig. Auch das ist leicht zu beheben, ich muss die Temperatur eben höher drehen und mit Temperaturkontrolle backen.

Mittlerweile ich habe neben dem Joghurtbrot, noch ein Dinkelbrot und ein Buttermilchbrot gebacken, die sind allesamt einfach lecker. Und man weiß, welche Zutaten man verwendet hat. Keine Emulgatoren, Farb- und Konservierungsstoffe.

Und wer jemals Angst vor Hefeteig hatte, muss man nicht, hier gelingt wirklich alles.

Mittlerweile hat der Autor noch ein Sauerteig-Brotbackbuch herausgebracht. Das wünsche ich mir dann als nächstes.

Der Autor führt übrigens auch ein Blog mit vielen Rezepten.

 

Ich habe ein paar kleine Hasen gehäkelt und gestrickt:
Nr. 1 aus Baumwolle für den Enkelsohn, ein Miffihase. Die Anleitung musste man für heutige Zeiten recht aufwändig anfordern und bekam sie irgendwann per Mail, aber ich finde, der Aufwand hat sich gelohnt.

Hier ist die Quelle, einige Anleitungen sind neben holländisch auch in englisch verfügbar.

Der Strickhase ist über ravelry erhältlich. Man braucht nur etwas über 20 Gramm Sockenwolle, eigentlich genau den Rest, der beim Sockenstricken übrig bleibt. Farbe und Musterung sind fast egal, jeder Hase sieht nett aus. Natürlich bekommt Hasi noch aufgestickte Augen und der Mund fehlt auch noch.

Beide Hasen sind schnell gemacht, sie werden mit Füllwatte ausgestopft. Für den Häkelhasen benötigt man noch Sicherheitsaugen.

… oder schöner Stricken.

Seit einiger Zeit geistert ja die Werbung für diesen Reihenzählerring durch ravelry. Reihenzähler gibt es ja viele, aber war von dem Ring sofort überzeugt, so dass ich mir einen in den USA bestellt habe. D.h. zwischen Entschluss und Bestellung lagen doch ein paar Wochen so dass die Farbe meiner Wahl (Regenbogen) ausverkauft war. Egal, letztlich bin mit dem schwarzen sehr zufrieden.

Für mich strickt es sich mit dem Ring super. Ich kann den Counterring betätigen ohne abzusetzen, d.h. ich bleibe im Strickfluss und das Garn verbleibt auf dem fadenführenden Finger. Das geht mit anderen Reihenzählern vielleicht auch, ich habe noch so einen kleinen mit Digitalanzeige, der auf den Daumen kommt, aber der ist recht klobig und der Sitz auf dem Daumen gefällt mir nicht so gut..
Der Counterring ist wie ein Ring, der stört schonmal nicht, wenn man ihn auf dem Finger hat. Ich habe z.B. gestern den ganzen Tag den Ring nicht abgenommen und auch alles andere mit dem Ring erledigt, ich finde den Ring auch recht chic ;o)
Und viele andere Reihenzähler, z.B. der grüne oder der rote von Clover sind mir zu umständlich, dass ich ehrlich gesagt immer mit Bleistift und Papier, d.h. einer Strichliste gearbeitet habe oder die Reihen auf der Vorlage abgestrichen habe.
Mit dem Counterring habe ich außerdem noch die Ärmel einer Babyjacke mit Abnahmen gestrickt und gerade ist ein Tuch in Reihen in Arbeit. Auch da finde ich das Stricken vor allem flüssig und unkompliziert. Heute habe ich den Ring sogar an der Strickmaschine benutzt, es waren Abnahmen zu fertigen, 5x jede Reihe und dann 5x jede zweite Reihe, ein klarer Fall für den Ring. Früher hätte ich eine Strichliste geführt.

Für mich ist der Ring am praktikabelsten, aber wie das immer so ist, letztlich muss das jeder für sich herrausfinden.

 

Hier stricke ich mit Ring ein Ärmelbündchen:

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Die Bilanz des Sockenjahres 2016 ergab, dass ich rund 100 Sockenpaare gestrickt habe. Mir ist dabei vernünftige Wolle und ordentliches Handwerkszeug wichtig. Wenn man am falschen Ende spart, macht man die Arbeit doppelt. Ich schrieb ja schon desöfteren, dass ich nur Markensockenwolle verstricke, ich habe und trage noch einige Socken von 2006/2007, bislang sind mir kaum Socken kaputt gegangen.

Da ich diese riesige Sockenanzahl ja nicht nur für mich stricke, sondern sehr oft Socken verschenke oder das eine oder andere Auftragspaar stricke habe ich mir nur Sockenbretter in allen Größen gekauft. Zum einen kann ich damit gut erkennen, ob ich mir nicht so geläufige Größen auch wirklich getroffen habe, zum anderen sind die super zum Fotografieren der fertigen Socken:

 

 

frohe Weihnachten

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Meine Weihnachtsgrüße blieben im WordPress Update stecken. Aber egal, ich wünsche mit unserer wunderschönen Fensterdeko eben eine schöne letzte Woche des Jahres 2016.

Das ist übrigens mein Geburtstagskuchen für die Kollegen. Eigentlich nichts Besonderes, aber ich bin vom Guss sehr angetan, der ist so schön glatt und glänzt.

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Wie man das macht, habe ich erst vor Kurzem gelernt:

Gebacken wird in einer Silikonform. Ist der Kuchen fertig, wird er nach einer kurzen Abkühlzeit (20-30 Minuten) aus der Form gelöst. Die Form wird gespült und dann wird der Guss oder flüssige Schokolade in die Silikonform gefüllt, der Kuchen wird vorsichtig wieder zurück in Form gebracht und ein wenig angedrückt. Dann wird die Form mit Kuchen für eine Stunde in den Kühlschrank gestellt. Danach löst man vorsichtig die Form und – voilà. Ein Profi-Schokoguss.

Und natürlich schmeckt er hervorragend, obwohl sich lange niemand traute, ihn anzuschneiden.

Wir steigen in die S-Bahn, hinter uns sitzt ein Mann allein auf einem Vierersitz, er riecht nicht gut und hängt schräg über zwei Sitze. Er schläft, manchmal grunzt oder schnarcht er. Nix Besonderes, ein Betrunkener eben, man hält die Luft an und hofft, dass die offenen Fenster in der Bahn für Frischluft sorgen. Und dann rutscht der Mann vom Sitz und liegt auf dem Fußboden, er liegt nicht mehr in seinem Vierersitz sondern auf dem Gang, er ist ganz ruhig, dann zucken die Augen. Für mich war in diesem Moment alles in Ordnung, im Rahmen der Situation.

Eine junge Frau sah das anders, sie alarmierte den Notarzt, der empfahl, die Notbremse zu ziehen. Zwischenzeitlich kam eine weitere junge Frau zu dem Mann, sie sprach nur englisch und erkärte dass sie Krankenschwester sei. Sie bat eine Mitfahrerin zu übersetzen. „Haben Sie Schmerzen?, Öffnen Sie bitte die Augen! Ich nehme jetzt ihre Tasche beiseite, damit Sie besser Luft bekommen“. Zwischendurch fragten weitere Mitfahrer, ob die Krankenschwester Hilfe braucht, Taschentücher und Gummihandschuhe wurden durch den Waggon gereicht. Der Mann lag mittlerweile in stabiler Seitenlage und grunzte. Die englische Krankenschwester untersuchte ihn und kam zu dem Schluss, dass der Mann stark betrunken sei. Dann kam der Notarzt und setzte den Mann auf dem Bahnsteig auf eine Trage. Er war schon wieder eingeschlafen.

Diese Situation hat mich berührt. Berührt deshalb weil sich doch viele Menschen um ihre Mitmenschen sorgen, helfen und Hilfe holen.

Diese Situation hat mich zugleich befremdet und mir ein wenig Angst vor mir selbst gemacht. Bin ich wirklich so abgestumpft ? Wären wir allein mit dem Mann in der Bahn gewesen, wären wir wohl irgendwann ausgestiegen, ohne Hilfe zu holen. Vermutlich hätte der Mann dann auf dem Boden seinen Rausch ausgeschlafen. Aber auch Betrunkene haben mal einen Herzinfarkt.

Am Beginn der Almbachklamm befindet sich eine alte Kugelmühle. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Wasserkraft Steine ganz rund mahlen kann.

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Weiter ging es in die Klamm, das Flüsschen toste, der Weg führte über viele Brücken, Stege, über Treppen und war teils drahtseilgesichert. Man brauchte feste Schuhe und gute Nerven, aber das Herumklettern macht auch viel Spaß. Hinter jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken.

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Ganz in der Nähe war die Enzianbrennerei Grassl. Bermerkenswert war, dass das Unternehmen ein Wanderbrennrecht innhat und direkt in den Bergen Enzianwurzeln ausgraben und dort in den Hütten brennen darf. Es wird auf Nachhaltigkeit geachtet, nie werden die gesamten Wurzeln entfernt und der Gräber kommt erst wieder an die gleiche Stelle, wenn sich die Pflanzen erholt haben, so in 5-10 Jahren.

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Ein weiterer Ausflug führte uns zum Königsee.

Ist das nicht DAS Postkartenmotiv schlechthin ?

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So schön, da hatten wir richtig gutes Wetter erwischt.

 

Dann ging es durch den geheimnisvollen Tunnel, mit dem bronzefarbenen Fahrstuhl rauf zum Kehlsteinhaus, Geschichte muss auch sein.

Zuvor wurden man mit Bussen den Berg hinauf gefahren. Am Fuße des Obersalzberges ist ein Dokumentationszentrum. Dieser Ausflug scheint in jedem japanischen und chinesischen Reiseführer empfohlen zu werden.

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Die Aussicht war jedenfalls grandios. Auf den Nachbarbergen waren noch Schneefelder zu sehen.
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