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Ich habe ein paar kleine Hasen gehäkelt und gestrickt:
Nr. 1 aus Baumwolle für den Enkelsohn, ein Miffihase. Die Anleitung musste man für heutige Zeiten recht aufwändig anfordern und bekam sie irgendwann per Mail, aber ich finde, der Aufwand hat sich gelohnt.

Hier ist die Quelle, einige Anleitungen sind neben holländisch auch in englisch verfügbar.

Der Strickhase ist über ravelry erhältlich. Man braucht nur etwas über 20 Gramm Sockenwolle, eigentlich genau den Rest, der beim Sockenstricken übrig bleibt. Farbe und Musterung sind fast egal, jeder Hase sieht nett aus. Natürlich bekommt Hasi noch aufgestickte Augen und der Mund fehlt auch noch.

Beide Hasen sind schnell gemacht, sie werden mit Füllwatte ausgestopft. Für den Häkelhasen benötigt man noch Sicherheitsaugen.

… oder schöner Stricken.

Seit einiger Zeit geistert ja die Werbung für diesen Reihenzählerring durch ravelry. Reihenzähler gibt es ja viele, aber war von dem Ring sofort überzeugt, so dass ich mir einen in den USA bestellt habe. D.h. zwischen Entschluss und Bestellung lagen doch ein paar Wochen so dass die Farbe meiner Wahl (Regenbogen) ausverkauft war. Egal, letztlich bin mit dem schwarzen sehr zufrieden.

Für mich strickt es sich mit dem Ring super. Ich kann den Counterring betätigen ohne abzusetzen, d.h. ich bleibe im Strickfluss und das Garn verbleibt auf dem fadenführenden Finger. Das geht mit anderen Reihenzählern vielleicht auch, ich habe noch so einen kleinen mit Digitalanzeige, der auf den Daumen kommt, aber der ist recht klobig und der Sitz auf dem Daumen gefällt mir nicht so gut..
Der Counterring ist wie ein Ring, der stört schonmal nicht, wenn man ihn auf dem Finger hat. Ich habe z.B. gestern den ganzen Tag den Ring nicht abgenommen und auch alles andere mit dem Ring erledigt, ich finde den Ring auch recht chic ;o)
Und viele andere Reihenzähler, z.B. der grüne oder der rote von Clover sind mir zu umständlich, dass ich ehrlich gesagt immer mit Bleistift und Papier, d.h. einer Strichliste gearbeitet habe oder die Reihen auf der Vorlage abgestrichen habe.
Mit dem Counterring habe ich außerdem noch die Ärmel einer Babyjacke mit Abnahmen gestrickt und gerade ist ein Tuch in Reihen in Arbeit. Auch da finde ich das Stricken vor allem flüssig und unkompliziert. Heute habe ich den Ring sogar an der Strickmaschine benutzt, es waren Abnahmen zu fertigen, 5x jede Reihe und dann 5x jede zweite Reihe, ein klarer Fall für den Ring. Früher hätte ich eine Strichliste geführt.

Für mich ist der Ring am praktikabelsten, aber wie das immer so ist, letztlich muss das jeder für sich herrausfinden.

 

Hier stricke ich mit Ring ein Ärmelbündchen:

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Die Bilanz des Sockenjahres 2016 ergab, dass ich rund 100 Sockenpaare gestrickt habe. Mir ist dabei vernünftige Wolle und ordentliches Handwerkszeug wichtig. Wenn man am falschen Ende spart, macht man die Arbeit doppelt. Ich schrieb ja schon desöfteren, dass ich nur Markensockenwolle verstricke, ich habe und trage noch einige Socken von 2006/2007, bislang sind mir kaum Socken kaputt gegangen.

Da ich diese riesige Sockenanzahl ja nicht nur für mich stricke, sondern sehr oft Socken verschenke oder das eine oder andere Auftragspaar stricke habe ich mir nur Sockenbretter in allen Größen gekauft. Zum einen kann ich damit gut erkennen, ob ich mir nicht so geläufige Größen auch wirklich getroffen habe, zum anderen sind die super zum Fotografieren der fertigen Socken:

 

 

frohe Weihnachten

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Meine Weihnachtsgrüße blieben im WordPress Update stecken. Aber egal, ich wünsche mit unserer wunderschönen Fensterdeko eben eine schöne letzte Woche des Jahres 2016.

Das ist übrigens mein Geburtstagskuchen für die Kollegen. Eigentlich nichts Besonderes, aber ich bin vom Guss sehr angetan, der ist so schön glatt und glänzt.

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Wie man das macht, habe ich erst vor Kurzem gelernt:

Gebacken wird in einer Silikonform. Ist der Kuchen fertig, wird er nach einer kurzen Abkühlzeit (20-30 Minuten) aus der Form gelöst. Die Form wird gespült und dann wird der Guss oder flüssige Schokolade in die Silikonform gefüllt, der Kuchen wird vorsichtig wieder zurück in Form gebracht und ein wenig angedrückt. Dann wird die Form mit Kuchen für eine Stunde in den Kühlschrank gestellt. Danach löst man vorsichtig die Form und – voilà. Ein Profi-Schokoguss.

Und natürlich schmeckt er hervorragend, obwohl sich lange niemand traute, ihn anzuschneiden.

Wir steigen in die S-Bahn, hinter uns sitzt ein Mann allein auf einem Vierersitz, er riecht nicht gut und hängt schräg über zwei Sitze. Er schläft, manchmal grunzt oder schnarcht er. Nix Besonderes, ein Betrunkener eben, man hält die Luft an und hofft, dass die offenen Fenster in der Bahn für Frischluft sorgen. Und dann rutscht der Mann vom Sitz und liegt auf dem Fußboden, er liegt nicht mehr in seinem Vierersitz sondern auf dem Gang, er ist ganz ruhig, dann zucken die Augen. Für mich war in diesem Moment alles in Ordnung, im Rahmen der Situation.

Eine junge Frau sah das anders, sie alarmierte den Notarzt, der empfahl, die Notbremse zu ziehen. Zwischenzeitlich kam eine weitere junge Frau zu dem Mann, sie sprach nur englisch und erkärte dass sie Krankenschwester sei. Sie bat eine Mitfahrerin zu übersetzen. „Haben Sie Schmerzen?, Öffnen Sie bitte die Augen! Ich nehme jetzt ihre Tasche beiseite, damit Sie besser Luft bekommen“. Zwischendurch fragten weitere Mitfahrer, ob die Krankenschwester Hilfe braucht, Taschentücher und Gummihandschuhe wurden durch den Waggon gereicht. Der Mann lag mittlerweile in stabiler Seitenlage und grunzte. Die englische Krankenschwester untersuchte ihn und kam zu dem Schluss, dass der Mann stark betrunken sei. Dann kam der Notarzt und setzte den Mann auf dem Bahnsteig auf eine Trage. Er war schon wieder eingeschlafen.

Diese Situation hat mich berührt. Berührt deshalb weil sich doch viele Menschen um ihre Mitmenschen sorgen, helfen und Hilfe holen.

Diese Situation hat mich zugleich befremdet und mir ein wenig Angst vor mir selbst gemacht. Bin ich wirklich so abgestumpft ? Wären wir allein mit dem Mann in der Bahn gewesen, wären wir wohl irgendwann ausgestiegen, ohne Hilfe zu holen. Vermutlich hätte der Mann dann auf dem Boden seinen Rausch ausgeschlafen. Aber auch Betrunkene haben mal einen Herzinfarkt.

Am Beginn der Almbachklamm befindet sich eine alte Kugelmühle. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Wasserkraft Steine ganz rund mahlen kann.

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Weiter ging es in die Klamm, das Flüsschen toste, der Weg führte über viele Brücken, Stege, über Treppen und war teils drahtseilgesichert. Man brauchte feste Schuhe und gute Nerven, aber das Herumklettern macht auch viel Spaß. Hinter jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken.

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Ganz in der Nähe war die Enzianbrennerei Grassl. Bermerkenswert war, dass das Unternehmen ein Wanderbrennrecht innhat und direkt in den Bergen Enzianwurzeln ausgraben und dort in den Hütten brennen darf. Es wird auf Nachhaltigkeit geachtet, nie werden die gesamten Wurzeln entfernt und der Gräber kommt erst wieder an die gleiche Stelle, wenn sich die Pflanzen erholt haben, so in 5-10 Jahren.

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Ein weiterer Ausflug führte uns zum Königsee.

Ist das nicht DAS Postkartenmotiv schlechthin ?

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So schön, da hatten wir richtig gutes Wetter erwischt.

 

Dann ging es durch den geheimnisvollen Tunnel, mit dem bronzefarbenen Fahrstuhl rauf zum Kehlsteinhaus, Geschichte muss auch sein.

Zuvor wurden man mit Bussen den Berg hinauf gefahren. Am Fuße des Obersalzberges ist ein Dokumentationszentrum. Dieser Ausflug scheint in jedem japanischen und chinesischen Reiseführer empfohlen zu werden.

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Die Aussicht war jedenfalls grandios. Auf den Nachbarbergen waren noch Schneefelder zu sehen.
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Unsere Erkundungen im Urlaub führten uns in die alte Saline in Bad Reichenhall. Den Ort kennt man ja quasi von den Salzpackungen aus dem Supermarkt und noch heute wird dort das Salz hergestellt, wobei die Sole nicht mehr dort gewonnen wird sondern durch Pumpleitungen aus Berchtesgaden kommt.

Die alten Pumpanlagen waren jedenfalls riesengroß und sehr sehenswert.

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Und sie liefen ununterbrochen seit vielen Jahrzehnten. Dann ging es hinab in die Stollen, hier fließen streng getrennt Sole und Süßwasser in den Kanälen.

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In Berchtesgaden hatten wir eine nette Ferienwohnung in einem typisch bayerischen Hof.

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Eine der ersten Wanderungen führte nach oben auf den Hausberg, vorbei an einer kleinen Kapelle.
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Man konnte über die ganze Stadt gucken, Altes und Neues entdecken, im Vordergrund das Schloss.

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Die Flüsse führten alle sehr viel Wasser. Die Flüsse heißen irgendwie alle Ache und der jeweilige Ort wird zur Unterscheidung vorangestellt, das ist die Berchtesgadener Ache.
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An einem Tag ging es nach Salzburg.

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Dort fuhren wir vom Bahnhof mit dem O-Bus in die Stadt. Die ganze Stadt ist auf O-Bus-Verkehr ausgerichtet, überall Oberleitungen und viele Buslinien, die sich auch kreuzen. Dann nahmen wir den Fiaker und machen eine Stadtrundfahrt. Salzburg hat viele alte Gebäude, kleine Gassen, hoch oben das Schloss und das Gelände der Salzburger Festspiele – und – hier kommen die Mozartkugeln her. Die echten sind angeblich blau/gold verpackt, die hier bekannten rot/goldenen der Firma Reber sind wohl nur zweite Wahl.

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Zur Burg führte eine kleine Standseilbahn, es ging steil hinauf.20160611_123204 - Kopie
Das Fürstenzimmer war das Highlight in der Burg. Wir haben bestimmt 4 Stunden allein in der Burg verbracht, überall gab es etwas zu entdecken. Im Café erfuhren wir, dass ein Kaffee in Österreicht „Verlängerter“ heißt. Reisen bildet eben umfassend.
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Die Aussicht vom Burggelände war wunderbar, die Stadt lag uns zu Füßen, der Fluß, die Berge, einfach toll.
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Vorab, ich habe weder Politik noch Wirtschaft studiert, deshalb ist das Nachstehende nicht fundiert, vielleicht auch verquer aber mit Herz aus dem Bauch heraus geschrieben:

Großbritannien ist also raus aus der Europäischen Union. Für mich eigentlich unerwartet, ich hätte auf einen Verbleib getippt. Andererseits kann ich es gut verstehen und bewundere die Eigenständigkeit und Querköpfigkeit dieses Landes. Großbritannien ist für mich ein Land mit viel und langer Tradition, der Monarchie, ein Land das in sich ruht. Sorge macht mir eher, dass eben dies Großbritannien im Wege steht und alte Abspaltungspläne von Schottland und Nordirland jetzt wieder befeuert werden könnten.

Aber mal von vorn:
Den ersten Kontakt mit den Ländern der EU hatte ich als in der DDR Lebende naturgemäß Ende der 80iger, Anfang der 90iger Jahre. Sprich, nach der Wende fuhren wir nach Frankreich, Italien, Dänemark, Spanien. Und natürlich war man neugierig auf diese Länder. Geldumtausch und Grenzkontrollen standen einem Urlauber nicht wirklich im Weg, sondern gehörten dazu und waren spannend. Angetan war ich von den Eigenheiten der Länder, was aß man dort, was gab es zu kaufen, was es in Deutschland nicht gab.

Irgendwann kam dann die EU, man füchtete die Größe Amerikas, wollte einen einheitlichen europäischen Partner entgegenstellen.

Für die Bürger wurde geworben mit Reiseerleichterungen, keine Grenzen, keine Zölle, kein Geldumtausch. Aber wer profierte in allererster Linie: für mich eindeutig die Industrie. Denn das, was die anderen Länder individuell und sympatisch machte, eigene Produkte und Marken, und damit meine ich nicht nur Käse, sondern die Elektronik- und Bekleidungsindustrie, Lebensmittel, Dinge des täglichen Bedarfs. Diese Dinge verschwanden nach und nach Großkonzerne übernahmen Europa um einen Wareneinheitsbrei über die Welt zu verteilen. Auch wenn die EU das nicht initiiert hat, hat sie es zumindest befördert und tut es immer noch.

So hat für mich die EU einen wesentlichen Beitrag dafür geleistet,

  • dass Großkonzerne entstanden sind und immernoch wachsen, mit allen Konsequenzen für die lokale Wirtschaft und den Mittelstand;
  • dass Großkonzerne kaum Steuern zahlen
  • und Immobiliengeschäfte über (Briefkasten-)firmen aus Zypern oder Luxemburg ebenfalls steuerfrei abgewickelt werden, während gleichzeitig die Grunderwerbsteuer für private Immobilienkäufe erhöht wurden;
  • dass es Spekulationen mit Rohstoffen, auch Wasser, Ackerland und Lebensmitteln, Holz und Wäldern überhaupt gibt;
  • dass Mietwohnungen zu Renditeobjekten wurden, mit denen von durch ganz Europa vagabundierenden Immobilienunternehmen spekuliert wird und so eine Spirale von Mieterhöhungen und Altersarmung angetreten wurde;
  • dass viele Produkte, u.a. Kleidung in der dritten Welt hergestellt werden, dass Menschen und Resourcen dort ausgebeutet werden.

Kurzum, für mich steht die EU auch für Großkonzerne, Globalisierung und soziale Kälte.

Würde man in anderen EU Staaten Abstimmungen über den Austritt aus der EU machen, bin ich der Überzeugung, dass die Bevölkerung einiger Staaten für den Austritt stimmen würde. M.E. würden sich die Franzosen für einen Austritt entscheiden, die Italiener vielleicht auch, die Griechen sind eh schon halb draußen, Spanien, Protugal, Deutschland – keine Ahnung. Aber das Kerneuropa bröckelt. Ich selbst jedenfalls möchte nicht in der EU mit der Türkei sein und würde wohl eher für einen Austritt Deutschlands stimmen.

Ich jedenfalls hoffe, dass auch die EU aus dem brexit einiges lernen wird, zumindest ist das die Gelegenheit, sich neu aufzustellen und um die Rückkehr Großbritanniens zu werben. .

 

 

 

 

 

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