Mützen, Handschuhe und Stulpen

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Diese Handstulpen sind soeben fertig geworden. Es ist gar nicht so einfach, die eigene Hand zu fotografieren. Aber für einen ersten Eindruck reicht es. Ich hoffe, sie passen und gefallen der Empfängerin, sie wird sie Anfang Juni zum Geburtstag bekommen.

Schoppel Admiral Sockenwolle in Gelbtönen, Nadeln Nr. 2,5, Verbrauch ca. 40 Gramm

Gestrickt wird hier natürlich auch noch, derzeit die Handschuhe Nr. 9 aus dem Buch von Charlene Schurch “Mostly Mittens”. Insgesamt sind das natürlich erst die zweiten Handschuhe, die ich stricke. Diesmal in Männergröße und farblich passend zur Winterjacke, denn Schatzi braucht ja auch etwas Warmes an den Händen.

Weit bin ich noch nicht gekommen, im Moment habe ich einfach keine Lust, etwas zu stricken und entsprechend langsam geht es hier voran.

Voilà !

Meine ersten Handschuhe und sie passen perfekt. Das ist bestimmt nicht das letzte Paar, denn das Stricken hat richtig Spaß gemacht. Sie wiegen 100 Gramm und sind aus meiner Standard-Pulloverwolle (Schurwolle 90 m/50 Gramm), gestrickt mit 56 Maschen, Nadel Stärke 3,0 und sehr fest.

Soweit, so gut. Bislang bin ich mit den Handschuhen recht zufrieden. Gerade grübele ich noch, wie ich sie oben schließen werde, mit Maschenstich oder 3-needle-bind-off von innen. Dann muss natürlich noch der Daumen gestrickt werden.

Nach Durchsicht meiner bislang selbst gestrickten Handstulpen und der mir kürzlich überlassenen Handschuhe konnte ich drei verschiedene Daumenkonstruktionen ausmachen:

Handschuhdaumenkonstruktionen

  • Daumen seitlich angestrickt (die blauen Stulpen)
  • Daumen aus einer Art Knopfloch angestrickt (die grün-weiß-schwarzen Stulpen)
  • Daumen mit einer Art Daumenkeil auf der Handflächenseite angestrickt, von der Handrückenseite nicht sichtbar (die rot-weiß-grünen Handschuhe)

Bislang habe ich noch kein Strickanleitungsbuch gefunden, das die unterschiedlichen Konstruktionen erklärt. Jedoch würden mich Herkunft und Tragekomfort dieser verschiedenen Arten, die Daumen zu stricken, schon interessieren. Für Tipps auf ein vorerst deutschsprachiges Anleitungsbuch mit verschiedenen Handschuhkonstruktionen wäre ich dankbar.

Für meine Handschuhe, denke ich, wird die Knopflochvariante ausscheiden. Die Stulpen und Handschuhe mit dem Daumenkeil haben auf jeden Fall eine bessere Passform.

Ich hatte mir ja schon lange vorgenommen, (Faust-)Handschuhe zu stricken. Meine Strickliteratur im Regal ist zwar eindeutig handschuhlastig, allerdings habe ich bislang noch kein einziges Paar nachgearbeitet.

Handschuhe01-angestrickt

Handschuhe01-angestrickt-detail

Auch jetzt möchte ich nichts schnöde nachstricken, sondern die verschiedenen Konstruktionsmöglichkeiten des Handschuhes verstehen und abwägen, welches wohl für mich die beste Passform ist. Deshalb habe ich für mein erstes Paar keine teure Wolle gewählt, sondern die übliche Pulloverstandardwolle. Der Schaft ist fertig, 56 Maschen, zwei links in grau, zwei rechts in weiß, 20 Runden. So weit, so gut.

Handstulpen-Zitron-XXL

gestrickt aus dem Rest der Urlaubshandstulpen, die ja inzwischen  von der Schwiegermutter getragen werden. Die Wolle ist superweich und angenehm zu verstricken.

gestrickt aus Zitron XXL Handart Farbe vulkan, insgesamt 45 Gramm, Nadel Nr. 2,5, italienischer Anschlag und italienisch abgenäht, Muster für den Handrücken: “knotty gloves” von ravelry (freies Muster).

Flowered Hat

Voila, noch eine Mütze von Ruth Sörensen. Diesmal der Flowerhat in der kurzen Form mit Roll- und Biesenrand, gestrickt aus Kauni und mit Nadeln 2,5.

Lustig war in der Anleitung die Beschreibung des Zusammenstrickens von 3 Maschen: slip two knitwise, k1, pass slipped stitches over at one time, to have the middle stitch in front. Alles klar, nur  habe ich mir die Finger dabei gebrochen. Die Lösung brachte mir das Fair-Isle Buch von Frau Starmore. Da war das Zusammenstricken dreier Maschen mit betonter Mittelmasche erläutert. Man sticht in die zwei abzuhebenden Maschen von links ein, na klar. Aber das muss einem erstmal erklärt werden. Meine Methode war, die dritte gestrickte Masche von hinten durch die zwei anderen Maschen zu ziehen  (zerren, quetschen, fummeln hätte hier eher gepasst). Aber warum einfach, wenn es auch umständlich geht !

2 Paar Handstulpen habe ich gestrickt, wobei ein Paar bereits bei der Schwiegermutter gelandet ist. Gestrickt aus Zitron XXL, knapp 50 Gramm jeweils mit Nadelstärke 2,25.

Als Vorlage dienten die Armstulpen “Celty” von Anja Nussbaumer, aber eben nur als Vorlage, denn ich habe viele Änderungen vorgenommen und nur das eigentliche Muster direkt verwendet.

Ich habe

  • mit einem italienischen Anschlag begonnen, dann 1 rechts/1 links gestrickt
  • und zwar mit 60 (die blauen) und 62 Maschen (die rotbraunen Stulpen)
  • das Zähl-/Zopfmuster habe ich durch jeweils eine weitere Runde, in der ich die Maschen so so gestrickt habe, wie sie erscheinen, aufgelockert, das Muster umfasst also 20 Runden,
  • in diesem 20 Runden (mit Ausnahme der letzten zwei Runden) habe ich in jeder zweiten Runde die Zunahmen für den Daumen gemacht, der Daumen hat insg. 19 Maschen, wovon 2 später zusammengestrickt werden,
  • das Handteil wurde verlängert, und zwar genau um einem Mustersatz (20 Runden)
  • dann wurde italienisch abgenäht
  • der Daumen wurde um 5 Runden verlängert, dann italienisch abgenäht.

So gefallen mir die Stulpen wirklich sehr gut.

Handstulpen blau

Handstulpen rotbraun

Handstulpen blau und rotbraun

Und was geht bei 33 °C besser zu stricken als Kauni Wolle ? Es sollte erstmal ein Test werden. Die Mütze ist fertig. Allerdings sieht man die Farbwechsel der Wolle kaum und die Mütze ist recht groß geworden. Ich habe mich 1:1 an die Anleitung gehalten und die kleinste empfohlene Nadelstärke verwendet. Jetzt kann ich auf jeden Fall den Rand der Mütze bis zur gelben Kante nach innen schlagen, eigentlich sollte die Mütze nach unten bis zum Mausezahnrand reichen und nach innen sollte nur der bräunliche Rand.

Hat jemand Ahnung, kann man Kauni ein ganz klein bisschen anfilzen ? Und wenn ja, wie mache ich das ?

Aber nun kommen erstmal die Fotos:

Es ist der “Hat with small leaves” von Ruth Sørensen

blattermutze

blattermutze1

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