Es hat sich so ergeben, dass ich am Freitag Nachmittag gern ein Paar Socken auf der Maschine stricke. Hier also die Freitagssocken dieser Woche:

Diesmal sind es Männersocken aus Regia, Best of Color, Größe 42 und sie wiegen 74 Gramm. Die Wolle kommt aus Bonn, nochmal vielen Dank, Karina.

Das Bündchen hat 30 Reihen, der Schaft 110 Runden, also eine komfortable Länge.

Diesmal hat das Stricken von 16:00 Uhr bis ca. 17:30 Uhr gedauert, also 45 min. pro Socke.

Verkäufer: “Wissen Sie, was das ist?”

Wir: “Hmm, wir können uns das so ungefähr vorstellen.”

Verkäufer: “Da kann man Faden mit aufwickeln.”

Wir: “Ahhh.”

Verkäufer: “Na, für 1 Euro ?”

Naja, was soll man da noch machen ? Eigentlich brauche ich ja keinen weiteren Wollwickler (von einem elektrischen mal abgesehen). Aber das Teil musste ich einfach retten, ist doch klar, oder ?

diesmal gibt es richtige Socken

Heute war mir nach Farbe, eigentlich sind das ja nicht so meine Lieblingsfarben, aber die Wolle stammt noch aus einen Schnäppchenkauf im Lieblingswolleladen und angesichts des Preises und angesichts der Tatsache, dass ich Socken auf der Maschine üben wollte, musste ich zuschlagen.

hier die Sockendaten: Opal, Antonia aus Tirol, Größe 38, 64 Gramm, für mich, diesmal mit 64 Maschen gestrickt, Bündchen 30 Reihen, Schaft 110 Runden, Fuß 112 Runden, keine Fehler, sogar der Rapport hat fast gestimmt.

Und das nächste Paar ist auch schon in Planung, Sanne hat mir ein von ihr für die Maschine entworfenes Sockenmuster verraten.

“Ich blogge nicht jede Maschinensocke”, habe ich auf dem Strickmaschinenworkshop in Bredbeck mehrfach gehört. Das werde ich in Zukunft irgendwann sicher auch so handhaben. Aber ich habe doch bislang nur 5 Paar richtige Socken (sommerliche Kurzsocken) gestrickt (ein Paar hatte ich schon gebloggt).

Auf diese Socken bin ich stolz, auf jede einzelne.

Also müsst ihr die jetzt angucken, und damit es nicht ganz so langweilig wird, habe ich ein Gruppenbild gemacht.

Der Nachteil bei maschinegestrickten Socken ist für mich eindeutig das Zusammennähen des Bündchens, das hasse ich wirklich. Ansonsten werde ich langsam schneller, für die erste richtige Socke habe ich fast 4 Stunden gebraucht, die letzte dauerte nur noch eine Dreiviertelstunde. So langsam werde ich sicher und weiß, wie die Maschine reagiert.

Je ein Paar der blauen und der hellen  Socken haben sich schon nach Bonn aufgemacht, schließlich brauche ich ja Probanden für meine Maschinensocken. Die anderen Paare bleiben bei mir.

Sockendaten

blaue Socken: ein Gemisch aus Schurwolle, Bambus und Poly – 46 Gramm und 45 Gramm
helle Socken: ein Gemisch aus Baumwolle, Wolle und Poly – 53 Gramm und 48 Gramm

Das ist jetzt eher etwas für die Maschinenstricker:

Meine neuesten ebay-Käufe habe ich noch gar nicht vorgestellt.

Bereits vor ein paar Wochen ergatterte ich diesen Linker, gleich noch mit Fuß (hier leider nicht im Bilde). Denn ich habe es ja schon oft geschrieben – ich hasse es, Strickteile zusammenzunähen. Das macht jetzt der Linker, die Naht wird elastisch und schön ordentlich gleichmäßig und man kann das Originalgarn des Strickstückes verwenden. Ein Problem ist bislang lediglich, das Teil irgendwo platzsparend unterzubringen.

Gestern nun habe ich nochmal zugeschlagen. In einer wirklich spannenden Bietaktion habe ich einen Abkettler für meine Passap-Strickmaschine ersteigert. Damit entfällt das lästige Maschen-von-der-Maschine-runterfummeln.

Auch noch im Angebot war ein Intarsienschlitten namens PICTO, aber von diesem hatte ich bislang noch nichts gehört und ihn auch nicht vermisst. Vielleicht brauche ich ihn später mal irgendwann.

Auf jeden Fall freue ich mich über beide Teile sehr.


Tja, was soll man sagen, es vielleicht ein Heft für den zweiten Blick oder anders gesagt, ein Heft, was einen nicht gleich umhaut. Das sieht man übrigens schon am Cover.

Die Designs von Tina, Pullover und Jacke gefallen mir gut, sie sind absolut alltagstauglich. Leider fallen sie einem im Heft überhaupt nicht ins Auge.

Ansonsten gibt es flippige Designerstricksachen, bunte Intarsien und eine Fotostrecke mausgrauer Modelle, das alles spricht mich überhaupt nicht an. Ganz hübsch finde ich diesmal die Strecke “starke Mode” und die Männerpullover.

Ein einziges Highlight für mich gibt es aber doch:

Der Kuschelpullover sieht klasse aus, ganz mein Beuteschema und Wolle dafür hätte ich auch schon.

Angeregt durch den Kommentar von Peters zu diesem Post habe ich  mich gestern aufgemacht um einen Berliner Wolle-Rödel zu erkunden. Natürlich den beim Ka-De-We am Tauentzien.

Allerdings bin ich nicht nur enttäuscht, sondern sogar entsetzt. Es handelt sich zuersteinmal um einen Idee-Creativmarkt. Vor Jahren war dies ein schöner Bastelladen, mittlerweile jedoch kann man den Niedergang dieses Geschäfts von Besuch zu Besuch deutlicher sehen. Die Ware wird weniger und weniger, die Regale werden weiter auseinandergestellt und sind halbleer,  Personal ist kaum noch vorhanden.

Und dort in der hintersten Ecke liegen breit ins Regal gelegt ein paar Knäuel Rödel-Wolle.

Das soll eine Filiale von Wolle-Rödel sein ? Ich finde das ist für Wolle-Rödel schon fast geschäftsschädigend, dies als Filiale zu führen.

Bislang kenne ich nur die Bonner Rödel Filiale, aber da ist ein riesiger Unterschied: dort ist ein richtiger Laden, die Regale knackvoll mit Wolle, Sondernangebote, auch vor dem Laden, Zeitschriften, Stricknadeln, Beilaufgarne, Wolle von Fremdfirmen und kompetente Beratung. Da kommt der Bastelmarkt bei weitem nicht mit. Leider.

Und so warte ich immernoch auf eine Berliner Rödel-Filiale.

Das wäre Buttercup vor dem Separieren der Ärmel.

Wäre, wohlgemerkt, denn es  ist schon der zweite Versuch und auch dieser muss geribbelt werden. Das Teil hat auf den Schultern gar keinen Halt, der Ausschnitt ist viel zu groß und da hilft es auch nicht, noch ein paar Runden mit einer kleineren Nadel drumrumzustricken, wir reden da von bestimmt 5 cm auf jeder Seite. Es bleibt nur, noch eine kleinere Größe zu wählen, vielleicht auch die Nadel noch 0,25 mm kleiner.

Irgendwie habe ich im Moment kein Glück, die richtige Größe des Strickstücks zu erwischen – obwohl hier sogar die Maschenprobe stimmt. Ich verstehe es nicht.

Jetzt werde ich erstmal das Dornröschentop weiterstricken und auf neue Überraschungen warten.

Mal sehen, ob meine Kampfstrickgegnerin schon ordentlich aufgeholt hat.

Tadda !!!

FERTIG !!

Der Rapport hat nicht ganz gepasst, aber was macht das schon. Das ist mein erstes maschinengestricktes, passendes und tragefähiges Sockenpaar.

Aber wer näht jetzt noch ?

edit: so jetzt habe ich mich wieder gesammelt und es gibt noch ein paar Sockendaten:
die Wolle ist Fortissima Socka Mexico Cotton Color von Schoeller und Stahl, 45% Baumwolle, 42% Schurwolle und 13% Polyamid,  Lauflänge 390m/100g, Verbrauch 49 Gramm, Größe 38 und für mich.

Ich habe eben wirklich und wahrhaftig eine Kurzsocke aus Baumwollgarn auf der Maschine fabriziert. Genau so wie ich mir das vorgestellt habe. Ich bin gerade sowas von happy ! Keine Fehler, von einer Schlinge am Anfang mal abgesehen – und das Teil passt auch noch !!!

Cool, ich freue mich.

Dann werde ich mich mal an Nr. 2 machen, ehe ich vergessen habe, was ich alles gemacht habe. Auf den Rapport habe ich auch nicht geachtet, na, da werden es halt Designersocken !

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